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Makore

Laubholz· Hartholz· DIN TIHC

Tieghemella heckelii oder Tieghemella africana

Afrikanische KirscheDoukaTieghemella
Makore

Makoré ist das „Edelholz der subtilen Eleganz“. Es gehört zu den wichtigsten afrikanischen Exporthölzern für den hochwertigen Innenausbau. Obwohl es den Beinamen „Kirsche“ trägt, ist es technisch deutlich leistungsfähiger als die europäische Kirsche: Es ist härter, schwerer und von Natur aus weitaus dauerhafter, was es zu einem Favoriten für repräsentative Projekte macht.

Herkunft

Makoré stammt von riesigen Urwaldbäumen, die Höhen von bis zu 50 Metern erreichen.

  • Verwandte Arten: Die Art Tieghemella africana (oft als Douka bezeichnet) ist botanisch eng verwandt und optisch kaum von Makoré zu unterscheiden.
  • Nachhaltigkeit: Wichtiger Hinweis! Makoré wird von der IUCN als gefährdet eingestuft. Beim Kauf sollte zwingend auf eine FSC-Zertifizierung und legale Herkunftsnachweise geachtet werden.

Holzbild

  • Farbe:
    • Splintholz: Der Splint ist deutlich heller, fast gelblich-weiß, und wird im hochwertigen Möbelbau meist entfernt.
    • Kernholz: Das Kernholz variiert von blassrosa bis zu einem tiefen Rotbraun.
  • Jahrringe: Nur schwach sichtbar, was zu einem sehr gleichmäßigen und ruhigen Oberflächenbild führt.
  • Poren: Zerstreutporig, sehr klein und fein verteilt.
  • Besonderheiten: Makoré ist berühmt für seine spektakulären Wuchsvarianten. Es gibt geriegeltes, gemustertes oder „moiriertes“ Makoré, das einen fast dreidimensionalen Lichteffekt (Chatoyance) erzeugt und als exklusives Furnier gehandelt wird.

Eigenschaften

Makoré ist ein schweres, hartes und sehr festes Holz, das technisch in der Oberliga spielt.

Dauerhaftigkeit & Beständigkeit

Sehr dauerhaft (Klasse 1). Es ist extrem resistent gegen Pilzbefall und Insekten (auch Termiten). Es ist daher theoretisch auch für den Außenbereich geeignet, wird aber aufgrund des Preises meist innen verwendet.

Bearbeitung

  • Anspruchsvoll: Ein hoher Gehalt an Kieselsäure (Silica) führt zu einem extrem schnellen Abstumpfen der Werkzeuge. Hartmetallbestückte Sägen und Fräser sind zwingend erforderlich.
  • Oberflächen: Lässt sich hervorragend schleifen und polieren. Es nimmt Öle und Lacke sehr gleichmäßig an, was den seidigen Glanz verstärkt.
  • Trocknung: Trocknet langsam, neigt aber kaum zu Rissen oder Verzug, sobald es den Gleichgewichtszustand erreicht hat.

Wichtiger Warnhinweis: Der Staub beim Bearbeiten von Makoré ist stark reizend für Schleimhäute und Haut. Eine leistungsstarke Absaugung und das Tragen einer Atemschutzmaske sind bei diesem Holz unverzichtbar!

Verwendung

Wegen seiner dekorativen Qualitäten und technischen Stabilität findet Makoré vielseitige Verwendung:

  • Hochwertiger Möbelbau: Massivholz und Furniere für exklusive Schränke, Tische und Sideboards.
  • Innenausbau: Luxuriöse Türen, Wandbekleidungen und Treppen.
  • Parkett: Aufgrund der hohen Härte ein sehr langlebiger Bodenbelag.
  • Boots- und Yachtbau: Sowohl für den Innenausbau als auch für dekorative Aufbauten.
  • Instrumentenbau: Gelegentlich als Ersatz für Mahagoni im Korpusbau von Gitarren.

Besonderheiten

  • Wechseldrehwuchs: Führt zu attraktiven Glanzstreifen im Radialschnitt, kann aber beim Hobeln zu Ausrissen führen (kleinerer Schnittwinkel empfohlen).
  • Verleimung: Die Verleimung ist unproblematisch, sofern die Flächen frisch gehobelt oder geschliffen sind.

Praxistipps

Wegen der enthaltenen Kieselsäure sollte man bei der Arbeit mit Makoré die Vorschubgeschwindigkeit reduzieren, um ein Verbrennen der Werkzeugschneiden zu vermeiden.

Technische Daten

Rohdichte (12-15%)0,62–0,75 g/cm³
Druckfestigkeit50–65 N/mm²
Biegefestigkeit95–120 N/mm²
Elastizitätsmodul10.500–14.500 N/mm²
Härte (Brinell)22–30 N/mm²
DauerhaftigkeitKlasse 1

Fazit

Makoré ist das ideale Holz für repräsentative Flächen, die sowohl ästhetisch glänzen als auch mechanisch beansprucht werden. Es fordert den Handwerker durch seine Werkzeug-stumpfende Wirkung heraus, belohnt ihn aber mit einer Farbtiefe und Haltbarkeit, die kaum ein anderes rötliches Holz erreicht.