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Meldebestand-Rechner

Meldebestand, Sicherheits- und Höchstbestand für Platten, Beschläge und Kleinteile aus Verbrauch, Lieferzeit und Bestellmenge berechnen – mit Bestandsverlauf.

Meldebestand
40 Stück

Bestellen, sobald nur noch 40 Stück am Lager sind.

Verbrauch je Arbeitstag
8,0 Stück
Sicherheitsbestand
16 Stück
Höchstbestand
116 Stück
Eine Bestellung reicht
12,5 Arbeitstage

Zwei-Behälter-System: Jeder Behälter fasst mindestens 40 Stück. Ist der erste leer, wird bestellt – der zweite reicht bis zur Lieferung.

Bestandsverlauf über drei Bestellungen

Seitlich wischen, um den ganzen Verlauf zu sehen.

05101520253035Arbeitstage0Höchstbestand 116Meldebestand 40Sicherheitsbestand 16Lieferzeit

Bestellung wird ausgelöst

So wird der Meldebestand berechnet

Bestellt wird nicht, wenn das Fach leer ist, sondern wenn nur noch so viel da ist, wie bis zur nächsten Lieferung gebraucht wird – plus einem Puffer:

Meldebestand = Verbrauch je Tag × Lieferzeit + Sicherheitsbestand

Begriff

Verbrauch je Arbeitstag

Bedeutung
Wochenverbrauch geteilt durch die Arbeitstage
Im Beispiel
40 Stück ÷ 5 = 8 Stück

Begriff

Lieferzeit

Bedeutung
Arbeitstage von der Bestellung, bis das Material im Regal liegt
Im Beispiel
3 Arbeitstage

Begriff

Sicherheitsbestand

Bedeutung
Puffer für Lieferverzug und Mehrverbrauch: Verbrauch je Tag × Puffertage
Im Beispiel
8 × 2 = 16 Stück

Begriff

Meldebestand

Bedeutung
Verbrauch während der Lieferzeit plus Sicherheitsbestand – bei dieser Menge wird bestellt
Im Beispiel
8 × 3 + 16 = 40 Stück

Begriff

Höchstbestand

Bedeutung
Sicherheitsbestand plus Bestellmenge – so voll wird das Fach höchstens
Im Beispiel
16 + 100 = 116 Stück

Der Rechner rundet Sicherheits- und Meldebestand auf ganze Einheiten auf – gezählt wird schließlich in Stück, Platten oder Rollen.

Schritt für Schritt zum richtigen Meldebestand

Fünf Angaben reichen – die meisten stehen in den Bestellungen der letzten Monate:

  1. 1

    Verbrauch ermitteln

    Den durchschnittlichen Wochenverbrauch der letzten Monate aus Bestellungen, Entnahmen oder einer Strichliste am Regal ablesen. Saisonale Spitzen, etwa vor Weihnachten, gesondert betrachten.

  2. 2

    Lieferzeit realistisch ansetzen

    Gerechnet wird vom Tag der Bestellung, bis das Material eingelagert ist – mit Bestelltag, Versand und Wareneingang. Wer nur einmal pro Woche bestellt, rechnet die Wartezeit bis zum Bestelltag dazu.

  3. 3

    Puffer wählen

    Je zuverlässiger der Lieferant und je gleichmäßiger der Verbrauch, desto kleiner der Puffer. Bei schwankendem Verbrauch oder wackeligen Lieferzeiten großzügiger planen.

  4. 4

    Bestellmenge festlegen

    Meist eine oder mehrere Verpackungseinheiten. Größere Mengen sparen Bestellaufwand und bringen manchmal Staffelpreise, binden aber Geld und Platz.

  5. 5

    Meldebestand sichtbar machen

    Den Wert ans Fach schreiben, in die Lagerliste übernehmen – oder gleich das Zwei-Behälter-System nutzen, bei dem der zweite Behälter genau den Meldebestand fasst.

Download-Bereich

Lagerliste und Kanban-Karten

Die Lagerliste mit Meldebestand rechnet in Excel für jeden Artikel den Meldebestand aus und zeigt „Bestellen!“, sobald der Bestand ihn erreicht. Die Kanban-Bestellkarten machen das Zwei-Behälter-System alltagstauglich – ausfüllen, ausschneiden, an den zweiten Behälter heften.

Zu den Vorlagen
Vorschau der Vorlage „Kanban-Bestellkarten“Vorschau der Vorlage „Lagerliste mit Meldebestand“Vorschau der Vorlage „Materialbestellliste“

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist der Unterschied zwischen Mindestbestand und Meldebestand?

Der Mindest- oder Sicherheitsbestand ist die Reserve, die nicht unterschritten werden soll. Der Meldebestand liegt darüber: Er enthält zusätzlich den Verbrauch während der Lieferzeit. Wird er erreicht, wird bestellt – und wenn die Ware eintrifft, ist im Idealfall noch genau der Sicherheitsbestand da.

Wie groß sollte der Sicherheitsbestand sein?

Das hängt davon ab, wie verlässlich Lieferant und Verbrauch sind. Liefert der Händler pünktlich und wird gleichmäßig verbraucht, reicht oft ein Puffer von ein bis zwei Arbeitstagen. Bei unzuverlässigen Lieferzeiten, Saisonspitzen oder Teilen, ohne die ein ganzer Auftrag steht, lieber mehr. Den Rechner einfach mit verschiedenen Puffern durchspielen.

Was passiert, wenn die Bestellmenge kleiner ist als der Verbrauch während der Lieferzeit?

Dann reicht eine Lieferung nicht, um wieder über den Meldebestand zu kommen – es sind ständig mehrere Bestellungen gleichzeitig unterwegs. Das funktioniert nur mit sehr viel Disziplin. Einfacher ist es, größere Mengen seltener zu bestellen. Der Rechner weist auf diesen Fall hin.

Gilt das auch für Plattenware?

Ja, für Standardplatten, die fast jeder Auftrag braucht. Weil Plattenhändler oft in ein, zwei Tagen liefern, kann der Meldebestand hier klein bleiben. Sonderdekore und Furnierplatten werden dagegen für den Auftrag bestellt und brauchen keinen Meldebestand.

Was ist das Zwei-Behälter-System?

Jeder Artikel liegt in zwei Behältern, jeder fasst mindestens den Meldebestand. Ist der erste leer, kommt die Bestellkarte in den Bestellkasten und der zweite Behälter wird angebrochen. So muss niemand zählen, und es wird automatisch rechtzeitig bestellt.

Wie oft sollte der Meldebestand neu berechnet werden?

Immer dann, wenn sich Verbrauch, Lieferant oder Lieferzeit ändern – und sonst etwa zweimal im Jahr. Häufen sich Eilbestellungen, ist der Meldebestand zu klein; liegt ein Artikel dauerhaft weit über dem Meldebestand, ist er zu groß oder die Bestellmenge zu hoch.

Weiterführend

Wie das Lager insgesamt in den Griff kommt – vom Ausmisten über feste Lagerplätze bis zum Materialfluss in der Werkstatt –, zeigt der Artikel Lagerverwaltung und Materialfluss. Wie viel Kantenband noch auf einer Rolle ist, schätzt der Restlängenrechner.

Alle Angaben ohne Gewähr. Die Ergebnisse sind Richtwerte aus Durchschnittsverbrauch und Lieferzeit – schwanken beide stark, den Puffer größer wählen.