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Schwalbenschwanz-Rechner

Zinkenanzahl, Zinkenwinkel und Anreißmaße für offene oder halbverdeckte Schwalbenschwanzverbindungen aus Brettbreite und -stärke berechnen – mit 3D-Ansicht und 1:1-Druckschablone.

Vorlagen
7,1° (1:8.0)
6
Zinkungsart:
Schwalbe 1Schwalbe 2Schwalbe 3Schwalbe 4Schwalbe 5Schwalbe 6Breite: 150,0 mmTiefe: 19,0 mm
Schwalben (6x)Auszustemmendes Holz (Verschnitt)
Zinkenbreite optimal (6,4 mm)

Schnitt- & Anreißmaße

Streichmaß (Tiefe)
19,0 mm
Zinkenwinkel
1:8.0
6 Schwalben
18,3 Kopf
5 Zinkenlücken
11,2 Fuß
BauteilHirnholzSchulterMittePosition (mm)
Schwalbe 118,3 mm13,5 mm13,24,122,4
Schwalbe 218,3 mm13,5 mm37,928,847,1
Schwalbe 318,3 mm13,5 mm62,653,571,8
Schwalbe 418,3 mm13,5 mm87,478,296,5
Schwalbe 518,3 mm13,5 mm112,1102,9121,2
Schwalbe 618,3 mm13,5 mm136,8127,6145,9

Schritt-für-Schritt: Von Hand zinken

Die klassische Reihenfolge „Schwalben zuerst“:

  1. 1

    Anreißen

    Schulterlinie mit dem Streichmaß rundherum auf beiden Brettern anreißen (Tiefe = Materialstärke des Gegenbretts, bei halbverdeckten Verbindungen abzüglich des Decksteg-Maßes). Maße immer von der gleichen Anschlagkante aus antragen.

  2. 2

    Schwalben sägen

    Mit der Zinkensäge exakt an der Risslinie sägen – immer im Abfallbereich, sodass die Rissline am fertigen Holz stehen bleibt.

  3. 3

    Übertragen

    Das fertige Schwalbenbrett bündig auf das Hirnholz des Zinkenbretts stellen und die Konturen mit einem scharfen Anreißmesser spielfrei übertragen.

  4. 4

    Einstemmen

    Zwischenräume mit der Laubsäge grob freisägen und mit Stechbeiteln von beiden Seiten bis zur Grundlinie rechtwinklig nachstemmen.

Zinkenwinkel nach Holzart

Traditionelle Faustwerte, die der Rechner als Vorlagen anbietet:

Winkel

1:8 (~7,1°)

Empfehlung für
Hartholz
Typische Anwendung
Eiche, Buche, Nussbaum, Ahorn, Kirsche

Winkel

1:7 (~8,1°)

Empfehlung für
Universal
Typische Anwendung
Gemischte Holzarten, handgesägte Verbindungen

Winkel

1:6 (~9,5°)

Empfehlung für
Weichholz
Typische Anwendung
Kiefer, Fichte, Tanne, Lärche

Winkel

1:4 (14,0°)

Empfehlung für
Frässchablone
Typische Anwendung
Oberfräsen-Zinkenfräser (Festool, Leigh, Porter-Cable)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Offen oder halbverdeckt – welche Verbindung passt wann?

Die offene (durchgesteckte) Schwalbenschwanzverbindung zeigt Hirnholz auf beiden Seiten und eignet sich für Kastenkorpusse, Kisten und sichtbare Eckverbindungen. Die halbverdeckte Verbindung lässt einen Decksteg (Front-Lap) stehen, der das Hirnholz der Schwalben von der Sichtseite verdeckt – der Klassiker für Schubladenfronten.

Woher weiß ich, wie viele Schwalben ich brauche?

Der Rechner schlägt bei aktivierter Automatik eine Anzahl anhand von Brettbreite und -stärke vor (Faustregel: Teilung ≈ 1,4× Materialstärke, mindestens 22 mm). Für eine bewusst gröbere oder feinere Optik lässt sich die Anzahl jederzeit manuell über die Plus/Minus-Steller anpassen.

Was bedeutet das Verhältnis Schwalbe zu Zinke?

Es legt fest, wie viel breiter die Schwalben (das tragende, sichtbare Element) gegenüber den Zinken (dem schmaleren Gegenstück) sind. Werte um 1,8–2,2 : 1 sind für Möbelbau üblich; ein höheres Verhältnis wirkt dekorativer, verkleinert aber die tragende Fläche der Zinken.

Warum werden die Zinken an der Spitze so schmal?

Bei steilen Winkeln, dicken Brettern oder wenigen, breiten Schwalben verjüngen sich die Zinken zur Spitze hin stark. Der Rechner warnt automatisch, sobald ein Wert unter die gängige Mindestbreite fällt – reduzieren Sie in diesem Fall die Zinkenanzahl, das Schwalbe-zu-Zinke-Verhältnis oder wählen Sie einen flacheren Winkel.

Wie nutze ich die 1:1-Druckschablone?

Im Druckdialog unbedingt „Tatsächliche Größe“ bzw. 100 % Skalierung wählen – nicht „An Seite anpassen“. Der aufgedruckte 50-mm-Kontrollbalken lässt sich nach dem Ausdruck mit einem Lineal nachmessen; stimmt er exakt, kann die Schablone direkt aufgeklebt werden.

Alle Angaben ohne Gewähr. Die Ergebnisse sind Näherungswerte und ersetzen keine statische Berechnung.